Energie
Wie groß ist die Akzeptanz von Smart Metering beim Kunden?
Im Sinne des integrierten Energie-
und Klimaschutzpaketes und der europäischen Energie-Effizienzrichtlinien ist es
das Ziel der Energiewirtschaft, das Geschäftsfeld Smart Meter wirtschaftlich
effizient zu entwickeln. Dabei spielt der Faktor „Kunde“ neben den gesetzlichen
Bestimmungen eine zentrale Rolle. In der Kundenkommunikation stehen
Einsparpotenziale, verstärkte Kontrollmöglichkeiten und grundsätzliche
Vereinfachung bzw. Transparenz im Abrechnungsvorgang im Vordergrund. Die
spannende Frage lautet, ob die Smart Metering-Technik vom Kunden akzeptiert
wird und wenn ja, was er bereit wäre dafür auszugeben. Antworten liefern die
aktuellen Energietrends, die quartalsweise von promit in Zusammenarbeit mit dem
BDEW erstellt werden. Grundsätzlich fällt auf, dass sich der Bekanntheitsgrad des
Begriffs „Smart Metering“ im Laufe des letzten halben Jahres nur marginal
geändert hat. Lediglich 1,9% der Befragten Haushalte geben an, den Begriff
Smart Metering im Zusammenhang mit Energie, Strom, Gas oder Wasser schon einmal
gehört zu haben (Messung 12/09: 2,2%). Etwas höher fällt hingegen der
Bekanntheitsgrad des Synonyms „intelligenter Zähler“: hier sind es immerhin
15,6% der Haushalte, die den Begriff in Verbindung mit Energie, Strom oder
Wasser bringen, wobei sich im Verlauf des letzten halben Jahres ein Rückgang des Bekanntheitsgrades abzeichnet (Messung 12/09: 20,3%). Die Hauptvorteile aus
Kundensicht, d.h. der Entfall der jährlichen Ablesung, die genaue monatliche
Abrechnung, die gerätegenaue Kontrolle der Verbräuche und die Nutzung günstiger
Tarife spielen aus Kundensicht eine geringere Rolle als noch vor einem halben
Jahr. Als am wichtigsten werden in diesem Zusammenhang die Verbrauchskontrolle
und die Nutzung günstiger Tarife empfunden, wobei sich auch hier die negative
Entwicklung abzeichnet. Waren es 12/09 noch 77% bzw. 74%, die diese Vorteile
als wichtig empfanden, sind es aktuell nur noch jeweils 63%.
Eine weitere zentrale Rolle spielt
die Preisbereitschaft der Kunden, da sich aktuell abzeichnet, dass die
Mehrkosten, die durch den Einbau eines Smart Meters entstehen, nicht durch die
Einsparungen abgedeckt sind. Hier gilt es Argumente für die Kommunikation zu
finden, dass die Kunden die jährlichen Mehrkosten akzeptieren. Das in diesem
Zusammenhang geprüfte Argument, dass die Umwelt durch effizientere Nutzung von
Energie geschont wird kann jedoch 33% der befragten Haushalte nicht überzeugen:
sie würden keine Mehrkosten akzeptieren. 35% würden Mehrkosten bis 25 Euro/Jahr
akzeptieren, 24% wären bereit, 50 Euro Mehrkosten zu tragen und sogar 100 Euro
Mehrkosten werden von 8% der Haushalte akzeptiert. Auf die konkrete Nachfrage
zur Preisbereitschaft halten die Haushalte durchschnittlich 32 Euro Mehrkosten
pro Jahr für akzeptabel. Die Ergebnisse zeigen, dass zumindest auf der
kommunikativen Seite noch viel zu tun ist. An erster Stelle sollten dabei ein
breiter Bekanntheitsgrad und akzeptanzbildende
Maßnahmen angestrebt werden.
Wie "ticken" Ihre Kunden? - Ankündigung des BDEW-Kundenfokus 2010/2011
Wie die
aktuellen Energietrends zeigen, steigen die Wechselquoten für Strom und Erdgas
stetig weiter. 8,51 Mio. Haushalte werden aktuell nicht von ihrem
Stammversorger mit Strom versorgt. Natürlich sind nicht alle Energieversorger
in gleichem Maße von diesem Wechselboom betroffen. Trotzdem muss sich
letztendlich jeder Versorger die Frage stellen, was seine Kunden über ihn
denken und ob der aktuelle Marktanteil auch in der Zukunft Bestand haben wird
oder sogar noch Potential bietet. Auf diese und viele andere Fragestellungen
gibt der BDEW-Kundenfokus Antwort. Bereits seit 1999 führt promit in
Kooperation mit dem BDEW diese Kundenbefragung durch, die Fragen zu Themen wie
öffentliche Wahrnehmung, Image, Kundenzufriedenheit und Wettbewerb im
Energiemarkt beantwortet. Wie gewohnt starten die Bundesstudien für Haushalte
und Gewerbe im kommenden Oktober. Danach haben auch Sie die Möglichkeit, sich
an dieser Studie für Ihr Kundengebiet zu beteiligen, d.h. wir befragen Ihre
Kunden in Ihrem Kundengebiet zu den o.a. Themen. Aus den Ergebnissen erstellen
wir einen ausführlichen Berichtsband, der Ihre Ergebnisse im Vergleich zur
Bundestudie darstellt. Darüber hinaus erhalten Sie einen Benchmarkbericht, der
alle Teilnehmer anonym miteinander vergleicht.
Wenn
Marktforschungsstudien bzw. Kundenbefragungen in Ihrem Unternehmen durchgeführt
werden, könnte dieses Instrument auch für Sie interessant sein, da es ein
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Sport
Südafrika 2010 - Die WM der Schiedsrichter?
Es ist Sonntag, der 27.06.2010. Es ist ein heißer Tag in Deutschland und zugleich ein ganz besonderer Tag für die deutsche Fußballnation – die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft auf die englische Auswahl. Um 16:20 Uhr jubelte dann ganz Deutschland, als Miroslav Klose nach einem gigantischen Abschlag von Manuel Neuer das 1:0 erzielte. Nur 12 Minuten später erhöhte Lukas Podolski auf 2:0 und eine ganze Nation sang „Oh wie ist das schön…“. Wenig später dann eine erste Ernüchterung, als der englische Innenverteidiger Upson den 2:1 Anschlusstreffer erzielte. In der 37. Spielminute dann die totale Ernüchterung – Frank Lampard schießt aus ca. 17 Metern mit Wucht auf das Tor, der Ball prallt von der Latte hinter die Torlinie und es steht 2:2. Millionen von deutschen Fußballfans sehen die jubelnden Engländer auf dem Bildschirm und können es kaum fassen. Aber Nein, ein lauter Pfiff erlöst die deutsche Fußballnation – der Treffer wird nicht gegeben. Der Ball, der eindeutig hinter der Torlinie aufprallte, wurde von Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay nicht anerkannt. Deutschland ist erleichtert und die „Three Lions“ sind empört. Ein klares Tor, das dem Spiel vielleicht nochmals die Wende gebracht hätte, wurde nicht gegeben.
Umgekehrtes Spiel zeigte sich nur wenige Stunden später, als in dem Spiel Mexiko gegen Argentinien der Viertelfinalgegner der DFB-Elf ermittelt wurde. 26 Minuten beugten sich die Mexikaner gegen die favorisierten Argentinier. Ein Pass von Messi in Richtung Tor zu dem im Abseits stehenden Carlos Tevez, welcher den Ball locker und lässig als wäre er schon in dem Wissen im Abseits zu stehen, einköpfte. Anders als im Spiel Deutschland gegen England ist Schiedsrichter Roberto Rosetti aus Italien anderer Meinung als Milliarden von Zuschauern vor dem Fernseher. Er lässt das Tor fälschlicherweise zählen und die Argentinier ziehen gegen die nach dem 1:0 gebrochen Mexikaner mit einem 3:1 Sieg in das Viertelfinale ein.
Nie zuvor waren Schiedsrichter bei einer Fußball-Weltmeisterschaft so im Fokus der Öffentlichkeit wie bei dieser WM. Eine immer größer werdende Anzahl an spielmitbestimmenden Fehlentscheidungen und eine ganze Anhäufung von gelben und roten Karten lassen denken, dass die Schiedsrichter sich bei dem bedeutsamsten Fußballturnier der Welt selbst in Szene setzen und die Fußball-WM als Plattform zur Selbstdarstellung nutzen. Insgesamt sind rund 42% der deutschen der Meinung, dass die Leistung der Schiedsrichter schlecht sei. Nur rund 15% der Bevölkerung findet, dass die Schiedsrichter einen guten Job machen, während immerhin 42% die Leistung der Unparteiischen als befriedigend betrachten. Darüber hinaus sind mehr als ein Drittel der Deutschen der Meinung, dass sich die Schiedsrichter bei der WM zu sehr in den Vordergrund stellen und einen maßgeblichen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen.
Noch kritischer sind die Fußball-Experten, die nach den Spielen vom vergangenen Sonntag immer mehr über den Einsatz von technischen Hilfsmitteln im Fußball nachdenken. "In dem Fall, wenn es noch keinen Torrichter gibt - so wie in der Europa League getestet - hätte der vierte Offizielle was sagen müssen. Warum sitzt der da draußen? Er hat ja den Bildschirm, er hat ja den Videobeweis und dann gibt er dem Schiri einen Hinweis und dann gibt es ein Tor", erklärte Franz Beckenbauer in einem Interview mit dem Pay-TV Sender Sky. Die aktuellen Diskussionen über die Art der technischen Hilfsmittel laufen während dessen auf Hochtouren. Rund 60% der Deutschen würden den Einsatz von Torrichtern befürworten und ca. 46% halten das Chipimplantat im runden Leder gut geeignet. Über 55% der Deutschen halten den Einsatz eines Videobeweises für ein geeignetes Instrument, um die Entscheidungen der Unparteiischen zu überprüfen. Was nun die beste Lösung ist wird nicht nur für den Rest der WM, sondern wohl auch nach der Weltmeisterschaft intensiv diskutiert werden. Den Einsatz von Hilfsmitteln halten Experten für durchaus realistisch und auch nötig, jedoch werden diese wohl nicht mehr während dieser WM eingeführt. Somit müssen sich Spieler, Fans und Verantwortliche zumindest noch bei dieser WM weiterhin auf den „Unsicherheitsfaktor Mensch“ verlassen.
Fan-Euphorie auf dem Siedepunkt: „Wir werden Weltmeister!“
Fast die halbe Nation ist sich einig: Deutschland wird Fußball-Weltmeister 2010! Über 43% gaben in der neusten Umfrage des WM-Monitors des Dortmunder Marktforschungsinstituts promit an, dass sie der festen Überzeugung sind, dass die DFB-Elf den WM-Titel nach Deutschland bringen wird. Schon nach dem 4:0 Sieg im ersten Spiel gegen Australien war die Fan-Euphorie hoch und der souveräne Sieg in Verbindung mit den Patzern der Mitfavoriten sorgte dafür, dass rund 44% schon nach dem ersten Spiel der Meinung waren, dass Deutschland Weltmeister wird. Nach dem Spiel gegen Serbien jedoch die Ernüchterung – durch die 1:0 Niederlage wurde Fußballdeutschland wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und nur noch knapp 30% der Deutschen glaubten an einer Triumph der Mannschaft von Trainer Joachim Löw. Auch das Spiel gegen Ghana konnte die Euphorie der Deutschen zunächst nicht weiter steigern. Nach dem 1:0 Sieg gegen die noch einzige im Turnier verbleibende afrikanische Mannschaft glaubten mit rund 30% der Deutschen immer noch weniger an einen Titelgewinn, als nach dem Spiel gegen Australien. Das deutliche 4:1 gegen den Mitfavoriten aus England konnte die Deutschen jedoch wieder besser stimmen. Durch die Tore von Müller, Podolski und Klose glauben mittlerweile wieder rund 44% an einen Siegeszug der jungen DFB-Elf. Die Begeisterung und die Euphorie ist auf dem Siedepunkt und über 75% der sind sogar der Meinung, dass ein Sieg gegen Argentinien eingefahren wird. Dem südamerikanischen Team von Trainer Diego Maradona werden zur gleichen Zeit nur noch wenige Chancen auf einen Titel angerechnet. Nur 17,1% glauben an einen Titelgewinn von Messi und Co. Als immer überzeugender dagegen wird das Auftreten der brasilianischen Nationalmannschaft bewertet. Rund 22% glauben an einen Triumph der Mannschaft von Trainer Carlos Dunga. Darüber hinaus sind sich die Deutschen sich weitestgehend darüber einig, dass Spanien und die Niederlande eher weniger Chancen auf einen Titel haben. Lediglich 7% trauen den Spaniern einen Titel zu und nur rund 4% glauben an einen Triumph der „Oranjes“ aus den Niederlanden.