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Sport

Handball-EM: Deutsche Bevölkerung glänzt durch Fachwissen – bedauerlicherweise!

promit | Handball-EM SerbienDie Handball-EM 2012 ist seit gestern Geschichte. Während der neue Europameister aus Dänemark kommt, hatte Deutschland mit der K.O.-Runde nichts zu tun. Demzufolge wurde die letzte Chance auf eine Qualifikation für die Olympischen Spiele in London verpasst.

Denn trotz der unerwartet guten Ausgangslage durch den Übergang in die Hauptrunde mit der Maximalausbeute in Höhe von 4 Punkten, sind Deutschlands beste Handballer letztlich krachend gescheitert. Beinahe tatenlos musste die Mannschaft um Brand-Nachfolger Martin Heuberger zusehen, wie die mit 0 Punkten in die Zwischenrunde gestarteten Dänen das für Deutschland eigentlich zum Greifen nahe Halbfinalticket ergatterten und sich am Ende zum neuen Europameister kürten. Den Deutschen blieb unterm Strich nur die enttäuschende Gewissheit in der Hauptrunde gescheitert zu sein und sich mit einer knappen Niederlage von der Europameisterschaftsbühne verabschiedet zu haben.

Wirft man nun den Blick um zwei Wochen und somit auf den Beginn des Turniers zurück, so zeigt sich die bittere Erkenntnis, dass die deutsche Bevölkerung mit ihrer Prognose goldrichtig gelegen hat: Denn auf die Frage nach den Chancen der Handballnationalmannschaft bei der EM in Serbien gab der mit Abstand größte Teil der Befragten (38,6%) an, dass sie an ein Aus in der Zwischenrunde glauben. Die wenigen Optimisten, die an eine Halbfinal- (18,2%) oder sogar Final-Teilnahme (7,4%) geglaubt haben, blieben bedauerlicherweise im Unrecht.

Nachdem Kapitän Pascal Hens seine Konsequenzen aus der verpassten Olympiaqualifikation gezogen und seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat, bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen des DHB die richtigen Schlüsse aus dem schlechten Abschneiden ziehen und es gemeinsam schaffen, die deutsche Eliteauswahl im Handball wieder zur Stärke der jüngeren Vergangenheit zurückzuführen.


Fußball – Transferpolitik (I): Marco Reus eint die Deutschen

promit | Bundesliga - Passt Marco Reus zum BVB?Der Gladbacher Shootingstar Marco Reus kehrt in seine Heimat zurück. Im Anschluss an sein dreijähriges Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach, wird er künftig wieder bei der Borussia aus Dortmund auf Torejagd gehen. Nachdem sich der Wirbel rund um den Stürmer der  Elf vom Niederrhein ein wenig gelegt hat, hat sich der Diskussionskern der Fußballexperten und Fans ein Stück weit verlagert. Ging es Anfang des Monats noch vorwiegend um die Tatsache, dass Reus zurück ins Ruhrgebiet kehrt, an sich, so stehen nun vielmehr die Begleitumstände und Folgen zur Diskussion.

Schließlich haben sich die Dortmunder in der jüngeren Vergangenheit in finanzieller Hinsicht auf dem Transfermarkt eher bedeckt gehalten. Nun, nach dem zweitteuersten Transfer der Dortmunder Vereinsgeschichte, kann von Zurückhaltung keine Rede mehr sein. In dem Zusammenhang drängen sich einige Fragen auf. Kann ein so junger Spieler dem Druck seines Preises standhalten? Passt ein solcher millionenschwerer Transfer in die Philosophie der Dortmunder Borussen? Kann sich Marco Reus nahtlos in die Mannschaft des amtierenden deutschen Meisters einfügen? Oder steht Borussia Dortmund am Ende um rund 17 Millionen ärmer und einen Fehlkauf reicher da?

Promit wollte es genauer wissen und befragte 1213 Bundesbürger ab 14 Jahren im Rahmen des sid SportMonitors nach ihrer Meinung. Das Ergebnis ist eindeutig: Weit mehr als die Hälfte der Interviewten (57,6%) ist der Meinung, dass Marco Reus sich als gebürtiger Dortmunder gut in seine zukünftige Mannschaft einfügen wird. 7,4% halten den Transfer aus Dortmunder Sicht für einen Fehlkauf. In etwa ein Drittel der Befragten (35,0%) konnte oder wollte dazu keine Angabe machen. Schließt man diejenigen Personen aus, die sich nicht für Fußball interessieren, so stellt sich die Verpflichtung für die Ruhrgebietself noch ein wenig positiver dar, denn von den ausdrücklich Fußball-Interessieren glauben 61,1% daran, dass Reus auch in der Dortmunder Mannschaft Erfolg haben wird.

Letztlich bleibt der Elf aus Mönchengladbach zu wünschen, dass sie in der laufenden Rückrunde noch möglichst viel vom Können ihres Ausnahmespielers profitieren wird, während für „die andere“ Borussia zu hoffen ist, dass sich das hohe Transfervolumen ab der Spielzeit 2012/13 ebenso bezahlt machen wird.

Fußball – Transferpolitik (II): Felix Magath spaltet die Gemüter

promit | Bundesliga - Bewertung von Magaths EinkaufspolitikFelix Magath ist auch in der laufenden Transferperiode II auf dem Transfermarkt wieder äußerst aktiv. Als Trainer des Bundesligisten VfL Wolfsburg ist er seiner Linie auch ein Dreivierteljahr nach seinem zweiten Amtsantritt beim Club aus der Autostadt treu geblieben. Dementsprechend treibt er den Umbau seines Kaders weiterhin kräftig voran und hat alleine in der aktuellen Wintertransferperiode acht neue Spieler verpflichtet und vier eigene Akteure zu anderen Vereinen transferiert.

Die Meinungen in der öffentlichen Diskussion über diese sehr aktive Transferpolitik gehen indessen weit auseinander. Während die Magath-Skeptiker einen fehlenden Zusammenhalt im volatilen Mannschaftsgefüge monieren, verweisen die Befürworter auf die erste Amtszeit des Trainers, in der er die Wolfsburger bei einer ähnlichen Vorgehensweise bis zur Meisterschaft geführt hat.

Promit nahm die Kontroverse zum Anlass, um sich ein handfestes Bild von der Stimmungslage in der deutschen Bevölkerung zu machen. Die unterschiedlichen Standpunkte, die sich aus der öffentlichen Meinungsbildung erkennen lassen, schlagen sich offenbar auch in den Fakten wieder. Während zusammen 36,6% der 1.213 Befragten die Einkaufspolitik als zielführend oder zumindest konsequent erachten, bewerten 36,3% das Handeln Magaths als nicht nachvollziehbar bzw. unausgegoren. Der Rest der Befragten (27,1%) hat keine Meinung zu dieser Frage kundgetan. Wie man sieht, halten sich auch hier die Skeptiker und die Verfechter die Waage. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Felix Magath spaltet die Gemüter.

Wie auch immer sich das „Kapitel Magath“ in Wolfsburg fortschreiben mag: Diese Verbindung sorgt in jedem Fall für Abwechslung und Gesprächsstoff im Alltag der Bundesliga!

 

Energie

Energiewende (I): Stellen Wissenschaft & Forschung die Politik in den Schatten?

promit | Treiber der EnergiewendeSpätestens seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März des vergangenen Jahres ist das Thema einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung in der öffentlichen Diskussion wieder allgegenwärtig.

In enger Verbindung damit steht der Begriff der „Energiewende“, der erstmals in den 80er-Jahren im Rahmen energiewissenschaftlicher Studien auftauchte. Ging es damals bereits um Prognosen zur Abkehr von einer durch fossile Brennstoffe und Kernbrennstoffe erzeugten Energie, so gilt diese Intention nach wie vor. So zeichnen sich damals wie heute die gleichen Ziele durch eine größtmögliche Aktualität aus. Unter Schlagworten wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Energieeinsparung ist das Thema Energiewende nun auf einer breiten öffentlichen Basis en vogue.

Der Vielschichtigkeit des Gegenstandes entsprechend, gibt es eine Beteiligung vieler Akteure, die sich jeweils eine wesentliche Maßgeblichkeit an der Umsetzung der Energiewende zuschreiben. Unabhängig von der tatsächlichen Triebkraft einzelner Institutionen und Gruppen, stellt sich die Frage, wie die jeweiligen Kompetenzen in der Bevölkerung wahrgenommen werden. Im Rahmen der BDEW-Energietrends ging promit dieser Frage nach, und befragte 1.200 Haushalte im gesamten Bundesgebiet. Bei der Betrachtung der Ergebnisse fällt auf, dass den Bereichen Forschung und Industrie (inkl. der Energieversorger) die stärkste Umsetzungskraft zugeschrieben wird (Abb. 1). Eine mittelstarke Rolle nehmen Nichtregierungsorganisationen, wie bspw. Umwelt- oder Verbraucherverbände ein. Der Politik im Allgemeinen sowie der exekutiven  Staatsgewalt in Form von Ministerien und Ämtern werden dagegen geringere Fähigkeiten im Hinblick auf den Umbau der Energieversorgung im Zuge der Energiewende zugeschrieben.

Entsprechend dieses technologielastigen Gebietes zeigt sich hier eine technokratisch geprägte Meinungsbildung in der deutschen Bevölkerung, die der Wissenschaft und Technik eine gewisse Primatstellung einräumt, während der Politik eher eine sekundäre Rolle zukommt.

 

Energiewende (II): Erststimme = „Eigene“ Partei, Zweitstimme = Grün?

files/system/result_center/newsletter-attachments/W01-2012_Grafik-2_Energie_klein_200112.pngAuch wenn der Politik und deren Instanzen in einer ersten Einschätzung seitens der deutschen Bevölkerung eine der Wissenschaft und Technik nachgeordnete Rolle eingeräumt wird*, so ist ihre maßgebliche Rolle bei der Forcierung der Energiewende unumstritten.

Deshalb wurden die im Rahmen der BDEW-Energietrends befragten Bundesbürger gebeten, diejenige politische Partei zu nennen, der sie am ehesten zutrauen, den Umbau der Energieversorgung zu gestalten und umzusetzen.

Da Fragestellungen wie diese, die umweltschutzrelevante Themen tangieren, in die ureigenen Hoheitsgebiete der Grünen fallen, überrascht es nicht, dass die Partei rund um den Vorsitz Roth/Özdemir hier am besten abschneidet. Ein Drittel (33,7%) der 1.200 Befragten schenkt der umweltpolitisch ausgerichteten Partei hinsichtlich der nachhaltigen Energieversorgung bzw. der Nutzung erneuerbarer Energien ihr Vertrauen. Auf den Plätzen folgen die CDU/CSU (zusammen 17,7%) und die SPD (10,6%). Legt man jedoch die grundsätzliche Parteipräferenz der Befragten zugrunde, so zeigt sich, dass die Interviewten auch in der Energiewende-Angelegenheit zunächst ihre prinzipiell favorisierte Partei für am geeignetsten halten. Mit anderen Worten: CDU-Wähler setzen auch im Hinblick auf die Energiepolitik auf die CDU, FDP-Wähler setzen auf die FDP, Wähler der Linken setzen auf die Linke usw.

Auffällig ist jedoch, dass die Grünen über alle Parteipräferenzen hinweg am zweitmeisten Stimmen verzeichnen können. Bereinigt man die Aussagen also um die eigene parteiliche Färbung, so hat die Tendenz in Richtung der Grünen durchaus Bestand. Es zeigt sich also, dass alle Befragten über ihre grundsätzlich favorisierte Partei hinaus, lediglich den Grünen nennenswerte Kompetenzen auf dem Gebiet der Energiewende einräumen (Abb. 2). Eine Ausnahme bilden die Befragten, die prinzipiell die NPD bzw. die Republikaner präferieren, da hier hinsichtlich der Energiepolitik auf Seiten der Grünen keinerlei Fähigkeiten gesehen werden.

* Vgl. Artikel „Energiewende (I): Stellen Wissenschaft & Forschung die Politik in den Schatten?“

 

Energiewende (III): Einsparmöglichkeiten

Ein weiterer Themenbereich bzgl. der Energiewende, welcher im Rahmen der BDEW-Energietrends beleuchtet wurde, betrifft künftige Einsparpotenziale sowie mögliche Bereiche, innerhalb derer diese realisiert werden können.
Zwei Drittel (67,0%) der 1.200 Befragten sehen in Zukunft bei sich beim Stromverbrauch die größten Einsparpotenziale. Jeder zweite Befragte (49,8%) sieht Möglichkeiten, beim Heizen den eigenen Energieverbrauch zu senken. Mobilitätsbezogene Bereiche, wie Autofahren (42,2%) und Urlaubsreisen (30,1%) werden dagegen tendenziell als weniger geeignet betrachtet, um den eigenen Energieverbrauch  zu reduzieren. In etwa jeder zehnte Bundesbürger (10,8%) sieht künftig keinerlei Möglichkeiten zur Senkung des Verbrauchs. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass rund 90% der Befragten Potenziale bergen, die der Sparsamkeit im Umgang mit Energie dienen.

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