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Ihr kostenloser Statistik-Service der promit GmbH, Juli 2010

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Fußball - Deutschland traut den Bayern das "Triple" zu

Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung traut dem FC Bayern München in der Saison 2010/2011 das Triple aus deutschem Pokal, deutscher Meisterschaft und Champions League Sieg zu. Das ergab die neueste monatliche Umfrage des sid-SportMonitors, durchgeführt von promit. Ein Drittel dagegen steht dem eher skeptisch gegenüber und traut den Bayern nicht zu, was zuletzt Inter Mailand in der vergangenen Spielzeit schaffte.

files/system/result_center/newsletter-attachments/Triple_des_FCBayernMuenchen.jpgLeicht wird es für die Bayern keineswegs, denn nicht nur die nationale, sondern vor allem die internationale Konkurrenz rüstete nochmals kräftig nach. In der Champions League warten Vereine wie Barcelona, Inter Mailand, Chelsea London und Real Madrid. Gerade der FC Barcelona, der die spanische Liga in der vergangenen Spielzeit dominierte, verstärke sich für die kommende Saison mit dem Weltmeister David Villa und dem Brasilianer Adriano Correia Claro. Bei Inter Mailand sorgt der Brasilianer Coutinho neben einigen neuen jungen Spielern für Tempo auf dem Platz und Real Madrid verstärkte sich bereits mit dem Argentinier Ángel Di María. Einzigst der FC Chelsea kann bis dato noch keine namenhaften Neuzugänge verzeichnen - ähnlich wie die Bayern, die in der kommenden Saison lediglich auf die Rückkehrer Toni Kroos, Edson Braafheid, Breno und Andreas Ottl zurückgreifen können. Allerdings gibt es Gerüchte um die Verpflichtung des Bosniers Edin Dzeko, der die Torschützenliste der Bundesliga in der vergangenen Saison anführte.

Doch nicht nur international, sondern auch in der Bundesliga und dem Pokal muss der FC Bayern mit Gegenwehr rechnen. Mannschaften wie Schalke 04, der Hamburger SV und Werder Bremen wollen dem Rekordmeister das Leben schwer machen und sie auf ihrem Weg zu einem Triple stoppen. Während Schalke 04 Christoph Metzelder und Superstar Raúl aus der spanischen Hauptstadt in den Ruhrpott holen konnte, verstärkte sich der HSV mit Gojko Kačar, Nationalspieler Heiko Westermann und einigen weiteren vielversprechenden Neuzugängen. Die Bremer dagegen hielten sich mit Neuverpflichtungen bislang eher zurück. Der vom italienischen Meister Inter Mailand verpflichtete Marko Arnautovic stellt bislang den wohl spektakulärsten Neuzugang der Bremer dar. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob die Bayern noch den einen oder anderen spektakulären Transfer „aus dem Ärmel schütteln“, oder ob die so erfolgreiche Mannschaft der letzen Saison die nationale und internationale Fußballbühne wieder aufmischen soll.

 

DFB-Elf - Ballack soll weiterhin für Deutschland spielen, jedoch nicht als Kapitän

Bei den deutschen Fußballfans herrscht Einigkeit darüber, dass Michael Ballack als Mittelfeld-Dynamo in das Team der deutschen Fußball Nationalmannschaft zurückkehren soll. Das sagten 60% der deutschen in der jüngsten Umfrage des sid-SportMonitors im Juli. Eine Änderung soll es aber doch geben, eine kleine Binde in den Farben Deutschlands, die Kapitänsbinde, soll künftig am Arm von Philipp Lahm bleiben. So sagte jeder zweite Deutsche, dass Michael Ballack in Zukunft nicht mehr der Kapitän der DFB-Elf sein sollte. Ballack selber gibt sich in Sachen Kapitänsfrage jedoch selbstsicher. „Diese Frage stellt sich für mich nicht, die Situation ist klar", erklärte Ballack über ein Comeback in das Team ohne eine Kapitänsbinde. Ob er das Amt des Kapitäns wieder übernehmen wird, wird sich jedoch noch nicht beim Freundschaftsspiel gegen Dänemark am 11. August zeigen. Aufgrund der Knöchelverletzung ist das Spiel zu früh für ein Comeback des Bundesliga-Rückkehrers. Damit wird die Kapitänsfrage wohl noch bis zum Beginn der EM-Qualifikation am 3. September unbeantwortet bleiben.

Eine Frage, die jedoch nicht mehr im Raum steht, ist die erneute Kandidatur von DFB-Präsident Theo Zwanziger. Trotz Schiedsrichter-Affäre und drohender Schadensersatzforderungen in sechsstelliger Höhe erklärte Zwanziger in einem Interview mit der Bild, dass er im kommenden Oktober erneut für die Präsidentenstelle des größten Sportfachverbandes der Welt kandidieren wird. „Mein Meinungsbildungsprozess ist abgeschlossen. Ich habe viele, sehr ernsthafte Gespräche geführt und kann dem Präsidium mitteilen, dass ich zu einer Wiederwahl antreten werde", erklärte Zwanziger in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Eine Entscheidung, die viele Fußballfans freuen wird, denn über 50% der Deutschen sind der Meinung, dass Theo Zwanziger weiterhin als DFB-Präsident in Erscheinung treten soll.

 

Radsport - Toursieg 2010 mit fadem Beigeschmack

Der Spanier Alberto Contador hat nach seinen Gesamtsiegen in den Jahren 2007 und 2009 auch die diesjährige Tour de France gewonnen. Somit stand er bereits zum dritten Mal auf dem umkämpften obersten Podestplatz der bedeutendsten Radrundfahrt der Welt und gelangt langsam in die Reichweite der erfolgreichsten Tourgrößen wie Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Induráin sowie in der jüngsten Tourhistorie Lance Armstrong.

Obwohl die beinahe schon erwarteten Dopingskandale im Gegensatz zu den vergangenen Jahren weitgehend ausgebliebenen sind, begleitet der Generalverdacht der unerlaubten Leistungssteigerung den Profisport nach wie vor. Dass das Misstrauen weiterhin groß ist, zeigen die Ergebnisse des in Kooperation mit promit durchgeführten sid-SportMonitors. Demnach glauben weniger als ein Viertel der Befragten an die Sauberkeit von Alberto Contador bei seinem diesjährigen Toursieg.

Ungeachtet der traditionellen Dopingzweifel ist der Sieg unter sportlichen bzw. insbesondere unter Fairplay-Gesichtspunkten mit Fragezeichen versehen. So war die Rundfahrt in Anlehnung an vergangene legendäre Duelle dieses Mal durch den packenden Zweikampf der gegenwärtig besten Vertreter ihrer Zunft geprägt. Der junge Luxemburger Andy Schleck hat dabei Alberto Contador alles abverlangt. Nach mehreren Etappen mit gegenseitigem Belauern und Taktieren, die eher wie Hochgeschwindigkeitsschach auf Rädern wirkten, fasste sich Schleck schließlich ein Herz und startete auf der 15. Etappe im Anstieg zum Port de Balès eine Attacke. Allerdings sprang ihm dabei nach wenigen Pedalumdrehungen die Kette ab, was nun Contador zur Gegenattacke nutzte. Entgegen der Touretikette, deren ungeschriebene Gesetze verlangen würden in einem solchen Fall das Tempo herauszunehmen, damit der Konkurrent eine Chance hat wieder an das Feld heranzufahren, nahm die Gruppe um Contador und die weiteren unmittelbaren Konkurrenten im Gesamtklassement dem Luxemburger Sekunde um Sekunde ab. Am Ende dieser vorentscheidenden Etappe verlor Schleck neben 39 Sekunden in der Gesamtwertung ebenfalls das gelbe Trikot des Gesamtführenden an seinen spanischen Kontrahenten. Trotz weiterer Versuche am berüchtigten Pyrenäenanstieg Tourmalet sowie im abschließenden Einzelzeitfahren gelang es Andy Schleck nicht mehr seinen Konkurrenten in Bedrängnis zu bringen. Am Ende gewann Contador die Rundfahrt vor Schleck mit einem Vorsprung von pikanterweise genau 39 Sekunden – eben exakt jenem Vorsprung, den er sich durch den technischen Defekt des Luxemburgers hatte herausfahren können.

Obwohl es der Verlauf der Tour endlich einmal ermöglicht hatte den Fokus fernab jeglicher Dopingprobleme auf den sportlichen Wettkampf zu richten, ist eben dieser sportliche Charakter im Hinblick auf den Fairplaygedanken mit Fragezeichen versehen, wodurch der Toursieg 2010 einen faden Beigeschmack behält.

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